Worum geht es & weshalb schreibe ich hier?
Ich möchte, wie bereits erwähnt, dass das Thema Obdachlosigkeit von einer individuellen, ganz naiven, menschlichen Seite beleuchtet wird, unverkopft und emotional. Dass die Gruppe, die sich seit Jahren in einer wirklich wahnsinnig existenziellen Not befindet, spürt, dass es Leute gibt, denen es verdammt nochmal nicht egal ist, ob sie leben oder sterben. Dass sie nicht aufgeben: nach einem geeigeneten Platz in diesem Land zu suchen, wo sie sich ihren individuellen Möglichkeiten gemäss entfalten und entwickeln können. Einen Platz zum Aufatmen und Leben. Dass sie nicht stehenbleiben. Dass sie nicht aufhören, sich zu entwickeln und einfach wegsterben, so wie andere vorher. Ich möchte sie reinholen, in unsere Mitte, damit dieses Dasein und Vegetieren am Rand des Abgrunds endlich aufhört. Ich möchte, dass sie sich wichtig fühlen, geschätzt, verstanden und geliebt, denn ich glaube, dass ein Mensch erst dann seine Ressourcen moblisieren kann, wenn er Vertrauen findet in seine eigenen Kräfte.
Diese Plattform soll Rückhalt bieten. Ein Ort zum Entwickeln von Ideen. Er soll ganz direkt erzählen vom täglichen Leben auf der Strasse. Im Idealfall soll die Öffentlichkeit wissen, das willkürliches Handeln, oberflächliches Denken und Intoleranz absolut inakzeptabel ist. Dass die Gruppe einen Schutzwall um sich herum hat, auf die sie jederzeit zurückgreifen kann. Wir als Gesellschaft (also Eltern und ich) überlegen, eine Initiative, einen Verein oder was auch immer gemeinsam mit der Gruppe Elend zu gründen, der als Ring fungiert und als Zeichen der Solidarität. Wer immer sich engagieren mag und Interesse hat, uns zu unterstützen ist herzlich willkommen!

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